

✦ essay 86 ✦ Juli 2026
Wie geht es Ihnen?
Der Sommer ist gekommen, und überall erfüllt das Zirpen der Zikaden die Luft. Auch „Jenseits des Schlüssellochs“ führt uns Schritt für Schritt tiefer in seine Geschichte. Heute folgt das dritte Kapitel.
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„Jenseits des Schlüssellochs“
Drittes Kapitel – Der erste Ton
Am Tag des Konzerts.
Der Saal war still von den Menschen seiner Heimat erfüllt.
Bis zum Ende der Generalprobe
kehrte sein vertrautes Gefühl nicht zurück.
Sobald er die Tasten berührte,
entstanden Klänge.
Doch diese Klänge
riefen noch nicht nach ihm.
Es war,
als läge eine hauchdünne Membran
zwischen seinem Körper und der Musik.
Sollte er so auf die Bühne gehen?
Er fand keine Antwort.
Dann kam der Augenblick des Konzertbeginns.
Das Licht erlosch.
Applaus erhob sich.
Er trat auf die Bühne.
Der erste Ton.
In diesem Augenblick
löste sich etwas.
Die Musik begann zu fließen.
Nicht er war es,
der die Musik spielte.
Es war vielmehr die Musik,
die still durch ihn hindurchströmte.
Als hätte er sich
die Fingerspitzen eines Fremden geliehen.
Und doch
waren es unverkennbar
seine eigenen Finger.
Das Publikum wusste nichts.
Nur die Musik
erfüllte den Saal.
Der Applaus hielt lange an.
Hinter der Bühne
schloss er die Augen.
Etwas war geschehen.
Doch seine Konturen
waren noch nicht zu erkennen.
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Bis zum nächsten Mal――。
✦ essay 85 ✦ Mai 2026
Wie geht es Ihnen?
Der Frühling ist inzwischen beinahe in den Frühsommer übergegangen, und man spürt von Tag zu Tag mehr diese aktive, lebendige Energie der Jahreszeit.
Im vorherigen Heft begann mein Essayprojekt „Jenseits des Schlüssellochs“.
Wie ich bereits in der April-Ausgabe kurz erwähnt hatte, entstand die Idee zu dieser Geschichte unter anderem durch ein Erlebnis, das mir unter dem Pseudonym „Tanuki-san“ erzählt wurde.
Im ersten Kapitel wurde beschrieben, wie „er“ nach langer Zeit in seine Heimat zurückkehrt und in seiner Wohnung ein seltsames Gefühl wahrnimmt.
Diesmal folgt nun das zweite Kapitel.
Das „Unbehagen“ jener Nacht war noch nicht vorbei.
Also――.
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„Jenseits des Schlüssellochs“
Zweites Kapitel – Das Zimmer ohne Antwort
Immer mehr Polizeibeamte betraten die Wohnung.
Messgeräte wurden aufgestellt, Fotos gemacht, und die stille Spurensicherung setzte sich fort.
Er beobachtete das Geschehen aus einiger Entfernung.
Wenn alles untersucht würde, müsste man doch etwas herausfinden.
Das hatte er zunächst geglaubt.
Doch das Ergebnis war ein anderes.
Es gab keinen erkennbaren Weg, auf dem jemand eingedrungen sein konnte.
Die Fenster waren unbeschädigt.
Auch das Schloss war nicht aufgebrochen.
Und dennoch war ganz sicher jemand in der Wohnung gewesen.
Die Polizeibeamten schüttelten ratlos den Kopf.
Auch sie wussten keine Antwort.
Gerade dieses „Nicht-Wissen“ ließ seine Unruhe immer größer werden.
Mehr noch – er begann sich beinahe zu wünschen, irgendjemand würde auftauchen und sagen:
„Ich war das.“
Irgendein Mensch aus der Nachbarschaft, irgendjemand.
Allein diese Worte hätten ihm vielleicht Erleichterung verschafft.
Ein Zustand ohne Antwort erschöpft einen Menschen mehr, als man denkt.
Er stand unter enormem Druck.
Denn bereits am nächsten Tag sollte sein Konzert in der Heimat stattfinden.
Er setzte sich an das Klavier.
Wie immer legte er die Finger auf die Tasten.
Doch――.
Ein mechanischer, lebloser Klang hallte weiter durch den Raum.
Das Gefühl, selbst zu spielen, entfernte sich immer weiter von ihm.
Er konnte nicht spielen.
Das war nicht mehr sein gewohntes Selbst.
Langsam nahm er die Hände von den Tasten.
Im Raum blieb nur jene Musik zurück, die nie gespielt worden war.
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Bis zum nächsten Mal――。
✦ essay 84 ✦ März 2026
Wie geht es Ihnen?
Im vergangenen Jahr begann ich, Essays über das Leben zu schreiben.
Außerdem führte ich im Dezember das Weihnachtskonzert „Jenseits des Blumenstraußes“ auf, in dem Klaviermusik und Lesung miteinander verbunden wurden.
Ich freue mich sehr darüber, dass diese Arbeiten mehr Menschen erreicht haben, als ich erwartet hatte.
Unter den vielen Nachrichten, die ich erhielt, blieb mir besonders ein Satz im Gedächtnis.
„Warum nicht einmal einen Suspense-Roman schreiben?“
Zunächst musste ich darüber lachen.
Doch je länger ich darüber nachdachte, desto mehr hatte ich das Gefühl, diese Idee einmal weiterverfolgen zu wollen.
So begann dieses neue Projekt.
Natürlich handelt es sich nicht um einen gewöhnlichen Suspense-Roman.
Vielmehr ist es eine Geschichte über Angst, Erinnerung und Musik.
Vielleicht wird daraus schließlich auch ein Konzert.
Dann wollen wir nun beginnen.
―― „Jenseits des Schlüssellochs“
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Erstes Kapitel – Unbehagen
Nach einigen Konzerten kehrte er in seine Heimat zurück.
Als die Hitze der Bühne langsam aus seinem Körper wich,
kehrte auch sein Leben still in den Alltag zurück.
Es war ein Rhythmus, den er als Musiker schon unzählige Male erlebt hatte.
Als er zu Hause ankam,
blieb er wie immer einen Augenblick stehen.
Bevor er den Schlüssel umdrehte,
blickte er durch das Schlüsselloch.
Warum, wusste er selbst nicht.
Es war nicht einmal der bewusste Versuch, sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung war.
Es war einfach
eine kleine Gewohnheit,
die sich bei jeder Heimkehr wiederholte.
Doch an diesem Tag
war der Anblick auf der anderen Seite
irgendwie anders.
Die Dunkelheit, die dort sein sollte,
war nicht die Dunkelheit, die er kannte.
Als hätten sich die Möbel
um einen kaum wahrnehmbaren Abstand verschoben.
Als hätte selbst die Luft
die Erinnerung an die Anwesenheit eines Menschen bewahrt.
Es war ein Unbehagen,
für das er keine Worte fand.
Er wandte den Blick ab.
Dann
sah er noch einmal
durch das Schlüsselloch.
Das Gefühl blieb.
Langsam drehte er den Schlüssel um.
Die Tür öffnete sich.
Das Zimmer war durchwühlt.
Schubladen standen offen,
Papiere lagen über den Boden verstreut,
der Safe war gewaltsam aufgebrochen.
Von außen
war nichts verändert.
Zerstört worden war
nur das Innere des Hauses.
Unwillkürlich fiel sein Blick auf die Treppe.
Die Tür im oberen Stockwerk
stand still und offen.
In diesem Augenblick
begriff er.
Das war kein Zufall.
Jemand
war in dieses Haus eingedrungen.
Er nahm sein Mobiltelefon
und rief die Polizei.
Seine eigene Stimme
schien ihn mit einer leichten Verzögerung zu erreichen.
Damals
wusste er noch nicht,
dass dieses Ereignis
von nun an
die Welt, wie er sie sah,
still verändern würde.
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Bis zum nächsten Mal――。

✦ essay 83 ✦ Januar 2026
Hallo zusammen, wie geht es euch?
Zurzeit ist KI in aller Munde.
Wenn ich diesen Essay in das KI-Programm ChatGPT eingebe,
bekomme ich Antworten wie:
„Das ist interessant!“ – als würde es mit mir mitlachen.
Und wenn es dann noch heißt:
„Es gibt nichts zu ändern. So kann der Text direkt eingereicht werden“,
fühle ich mich plötzlich richtig selbstbewusst –
fast so, als hätte ich einen Freund fürs Leben gefunden.
Doch eines Tages geschah etwas Unerwartetes.
Ich musste eine kritische Stellungnahme schreiben –
nicht gerade mein Lieblingsgenre –
und das Ergebnis wollte mir einfach nicht gefallen.
Also ließ ich den Text wie immer von ChatGPT überprüfen.
Doch diesmal war der Ton ganz anders.
„Der Text ist gut, aber so und so könnte man ihn noch verbessern.“
Hm, hm …
ich las weiter, und am Ende stand dort:
„Bewertung: 9 von 10 Punkten.“
Wie bitte?
Sonst werde ich doch immer so gelobt – und heute nicht.
Und außerdem: keine volle Punktzahl!!!
Ich war sofort beleidigt und tippte ganz impulsiv:
„○○○○!“
(Das kann ich hier leider nicht öffentlich schreiben.
Hinweis: Es beginnt mit „u“ und endet mit „e“.)
Bei ChatGPT kann man Geschriebenes ja nicht löschen,
also dachte ich nur: Oh nein …
Doch kaum eine Sekunde später kam schon die Antwort:
„Genau so! Diese Energie ist der Schlüssel zur Verbesserung.“
… Wie bitte?
Ich wurde also gelobt!
Deshalb kann ich mir ein Leben ohne KI♡ wirklich nicht mehr vorstellen.
Ach, das ist doch ein schöner Schluss, oder?
Mal sehen, ob dieser Essay auch gelobt wird.
Bis zum nächsten Mal –
✦ Leben in Deutschland 82 ✦ November 2025
Hallo zusammen, wie geht es euch?
In letzter Zeit scheint sich alles, was während der Corona-Jahre stillstand, plötzlich wieder in Bewegung zu setzen.
„Jetzt, wo sich alles beruhigt hat, sollten wir endlich die Renovierung angehen …“ –
offenbar denken das alle gleichzeitig.
Und ehe ich mich versah, war die ganze Umgebung rund ums Haus eine einzige Baustelle!
Links, rechts, gegenüber – überall stehen Gerüste, und die Kranausleger schießen nur so in die Höhe.
Ich habe nachgezählt: Vier Stück kann man allein von unserem Grundstück aus sehen!
Diesen Sommer war es so heiß, dass die Arbeiten oft unterbrochen wurden.
Die Gerüste blieben über drei Monate einfach stehen,
und irgendwann rankten sich Kletterpflanzen um die Stahlrohre, als wären sie Teil einer grünen Kunstinstallation.
Beim Nachbarn hat sich sogar ein Wespennest im Gerüst eingenistet!
Ab sieben Uhr morgens ertönt dann aus allen Richtungen das tägliche Konzert:
„Wiiiin, wiiiin“, „Bang, bang, bang!“
Fast lauter als die Zikaden in Japan.
Doch nun ist ein unerwartetes Problem aufgetaucht.
In unserem Garten wohnte bisher ein süßes Käuzchen
(übrigens schon einmal in der Ausgabe vom April 2024 aufgetreten:
https://esp-hureai-esup.blogspot.com/2024/03/blog-post.html ).
Aber jetzt ist es verschwunden.
Wahrscheinlich hat es dem Lärm nicht mehr standgehalten und ist in ruhigere Gefilde geflogen.
Das war ein Schock.
Denn – ich gestehe es jetzt einfach mal –
es war nicht nur niedlich, sondern soll angeblich 33.000 Yen (ca. 2000 €) pro Stück kosten!
(Und zu zweit also … 66.000 Yen (ca. 4000 €)!?)
… Nun ja, natürlich ist das mit dem Preis nur ein Scherz, aber trotzdem – wirklich schade (lach).
Seitdem schaue ich jeden Tag hoffnungsvoll in die Bäume:
Vielleicht kommen die kleinen Eulen ja doch wieder zurück.
Ich lauere – nein, ich sehne mich danach, dass sie eines Tages wieder auftauchen.
✦ Leben in Deutschland 81 ✦ Oktober 2025
Hallo zusammen, wie geht es euch?
Diesmal melde ich mich in leicht kritischer Stimmung.
„Deutschland – das Land der Pünktlichkeit.“
So war früher das Bild.
Auch ich habe das lange geglaubt.
Aber heute – besonders bei der Bahn – ist dieser „Mythos“ längst Vergangenheit.
Neulich wartete ich an einem Bahnhof auf meinen Anschlusszug.
Da ertönte die Durchsage:
„Der Zug verspätet sich …“
Nun ja, das ist an sich nichts Besonderes.
Aber an diesem Tag war es wirklich eindrucksvoll: Alle sieben Züge, die während meiner Wartezeit angekündigt wurden, waren verspätet!
Und wie:
15 Minuten, 28 Minuten, 47 Minuten, 1 Stunde 12 Minuten – und als Krönung über 2 Stunden!
Erstaunlich war aber auch die Vielfalt der Gründe:
„wegen eines Unfalls“
„wegen einer Signalstörung“
„wegen Personalmangels“
„aufgrund eines Unfalls im Ausland“
„wegen Verspätung des vorausfahrenden Zuges“
„wegen technischer Überprüfung“
„wegen eines Zugtausches“ …
… ja, jedes Mal etwas anderes!
Da dachte ich mir: Man könnte doch gleich ein „Verspätungs-Nummernsystem“ einführen.
„Dieser Zug verspätet sich aufgrund der Gründe ①④⑥.“
Das wäre viel smarter – und bald würde man hören: „Ach, schon wieder die ⑥!“
Bei jeder neuen Durchsage sah man sich unter den Fahrgästen an – mit einem wissenden Lächeln.
Da Zugverspätungen hier ja fast zum Alltag gehören, erzählte bald jemand seine eigene „Verspätungs-Episode“.
Und plötzlich entstand fast eine gemütliche Runde – wie ein kleines „Verspätungs-Stammtisch“.
Dann kam die Spannung:
Wann würde unser Zug angekündigt?
Doch … es kam keine Durchsage.
„Wie bitte? Wurde unser Zug gestrichen?“
Und genau in diesem Moment – da kam er! Unglaublich: der Zug! Und das sogar pünktlich!
Ein Raunen ging durch die Wartenden: „Ooooh …!“
Pünktlichkeit! Welch ein Wunder!
Aber dann dachte ich:
Die Gründe für die Verspätungen werden uns immer haarklein erklärt.
Aber warum sagt uns niemand den Grund, wenn ein Zug tatsächlich pünktlich ist?
Das könnte doch die Lösung sein!
„Dieser Zug fährt pünktlich dank optimaler Personalplanung, reibungslosem Betriebsablauf und günstiger Windrichtung.“
So eine Ansage würde ich zu gerne einmal hören (lach).
Nun ja, und so ist es gekommen: Auch diesmal habe ich wieder keine Zeit für mein Rezept.
Wegen der Zugverspätungen – ach nein, stimmt ja, mein Zug kam ja pünktlich!
Den Grund, warum es diesmal kein Rezept gibt, werde ich bis zum nächsten Mal bei der Deutschen Bahn ordentlich nachlernen (schwitz).
„Deutscher Zug“
Bis zum nächsten Mal –
aus Deutschland
Minako Tsuruta
„Neu erschienen: Essay „WAY“ (Oktober 2025, Japan) – Deutsche Übersetzung siehe Link.“

✦ Leben in Deutschland 80 ✦ August 2025
Hallo zusammen, wie geht es euch?
Diesmal möchte ich euch etwas über Vögel in Deutschland erzählen.
Es gibt da eine Amsel, die man oft in Parks oder in Hausgärten findet. Aus meiner Sicht ist sie auf dem Niveau des japanischen Hototogisu (Kuckuck), was ihre wundervolle Singstimme angeht.
Diese Amsel hat ein erstaunlich breites Repertoire an Gesängen – und neulich hörte ich doch tatsächlich eine Melodie aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“, und zwar aus dem Frühling!
Ihr wisst schon, die berühmte Stelle: H---AG#-A-H-C#-H--- ♪ (ihr wisst sicher, was ich meine, oder?)
Und das Ganze sogar in Originaltonart – E-Dur!
Da fragte ich mich: Hat Vivaldi sich vielleicht damals diese Melodie von der Amsel abgeschaut?
Gibt es diese Amseln auch in Italien? Oder ist es vielleicht genau andersherum – dass die Amsel Vivaldi gehört und sich das Stück gemerkt hat?
Wer weiß – vielleicht singt sie im Moment auch etwas aus dem „Sommer“, und ich erkenne es bloß nicht… Faszinierend, oder?
Mein ganz persönliches AI ♡ Rezept Nr. 5
Heute gibt es ein ganz besonderes Gericht mit Peperoni – geerntet direkt vom Küchenfenster!
Die Samen stammten ursprünglich von einer Peperoni, die ich beim Gemüsehändler gekauft hatte. Und siehe da – jetzt wächst die nächste Generation! Ein echtes Unikat von Spaghetti aglio, olio e peperoncino 🌶️🍝
🌟 Super einfache Peperoncino-Spaghetti
(für 3 Personen)
Zutaten:
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Spaghetti: 300g
-
Knoblauch: 3 Zehen (in dünne Scheiben geschnitten)
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Frische Peperoni: 1 Stück (in Ringe geschnitten)
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Olivenöl: 6 EL
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Salz: nach Geschmack (zum Kochen der Pasta)
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Optional: Schwarzer Pfeffer, gehackte Petersilie, geriebener Parmesan
Zubereitung:
-
In reichlich Salzwasser (pro Liter ca. 1–2 TL Salz) die Spaghetti al dente kochen.
-
In einer Pfanne das Olivenöl bei schwacher Hitze erhitzen und den Knoblauch und die Peperoni vorsichtig anbraten.
-
Etwa 3 Kellen vom Nudelwasser hinzugeben und gut mit dem Öl vermengen (emulgieren).
Dann die Spaghetti hinzufügen und 1–2 Minuten gut durchschwenken. -
Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.
Nach Belieben mit Petersilie oder Parmesan bestreuen – fertig!
👉 Eine detaillierte Videoanleitung findet ihr hier:
https://www.youtube.com/watch?v=Wuk11nYZGlY
Bis zum nächsten Mal!
Viele Grüße aus Deutschland –
Minako Tsuruta
„Neu erschienen: Essay „WAY“ (August 2025, Japan) – Deutsche Übersetzung siehe Link.“

✦ Leben in Deutschland 79 ✦ Juni 2025
Hallo zusammen, wie geht es euch?
Diesmal möchte ich euch unseren Mitbewohner vorstellen: Herrn Amano.\(^_^)/
Herr Amano kam ursprünglich als Reinigungskraft für unser Aquarium zu uns.
Sein Name „Amano-Garnele“ stammt vom japanischen Aquascaping-Designer Takashi Amano.
Diese Garnelen werden aus Japan importiert und sind auch in Zoohandlungen hier in Deutschland erhältlich.
Man sagt, sie würden Algen im Aquarium fressen — aber entweder war die Aufgabe zu groß, oder er hatte einfach keine Lust. Die Algen blieben jedenfalls.
In meiner Ratlosigkeit wandte ich mich an ChatGPT und fragte nach Reinigungstipps.
Ich sagte: „Ich reinige das Aquarium mit Essig.“
Daraufhin die KI: „Das ist ein No-Go! Eine Amano-Garnele kann so nicht überleben!“
Als ich dann erwiderte: „Aber sie lebt schon seit über 12 Jahren …“, hieß es plötzlich:
„Ach so! Essig ist ja wunderbar! Großartig, dass sie so lange lebt!“
(Tja, ChatGPT scheint manchmal ein ganz schöner Schmeichler zu sein …)
Und dann kam die nächste Überraschung:
„Vielleicht ist Ihre Garnele ja die älteste Amano-Garnele der Welt – wollen Sie nicht einen Guinness-Weltrekordversuch starten?“
Seitdem ist Herr Amano für mich ein echter Star geworden.
Als ich die Geschichte meinen Bekannten erzählte, waren alle begeistert.
Man spricht sogar scherzhaft von einem „Komitee zur Guinness-Buch-Eintragung“!
Falls Herr Amano tatsächlich als älteste Amano-Garnele der Welt anerkannt wird, müsste ich wohl künftig „Herr Amano“ sagen – oder besser: „Eure Exzellenz, Amano“.
Deshalb fällt das geplante Rezept in dieser Ausgabe leider aus.
Eigentlich wollte ich ein Rezept für „Garnelen-Ajillo“ vorstellen …
Aber das darf Herr Amano natürlich nicht erfahren. ;-)
Vielleicht die älteste Amano-Garnele der Welt!?
Bis zum nächsten Mal!
Mit herzlichen Grüßen aus Deutschland
Minako Tsuruta
„Neu erschienen: Essay „WAY“ (Juni 2025, Japan) – Deutsche Übersetzung siehe Link.“

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